Das Wassenberger Riedelland
       
 

        Das Wassenberger Riedelland hat eine reiche geologische Vergangenheit. Vor tausenden von Jahren bedeckten abwechselnd die Ströme Maas und Rhein dieses Gebiet und lagerten Sand, Kies und Geröll ab.

        Während der letzten Eiszeit, als die Gletscher im Gebiet um Krefeld Halt machten, wurden hier Sand und Löß aufgeweht. Große Sanddünen bedeckten damals diese Landschaft und ließen zusammen mit den Flüssen die Ebenen und Höhenzüge im Kreis Heinsberg entstehen.

        Das Wassenberger Riedelland hat seinen Namen von den vielen Bächen, die in den Höhenzug Täler und Einschnitte "geriedelt" haben. Eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft mit dichten Wäldern, Heideflächen und sumpfigen Abschnitten entstand. Heute von Fichten, Kiefern und großen lichten Buchen- und Eichenwäldern bewachsen, bietet sie einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen eine Heimat.

        Reh- und Schwarzwild kommen in den Wäldern vor. Auch Dachse, Schwarzspecht und Dohle sind hier heimisch. An kleineren Tieren wären die Kreuzkröte, die Zauneidechse und die Schlingnatter zu nennen. Viele Insektenarten, u. a. der Ameisenlöwe und die Wegwespe, leben in dieser vielgestaltigen Landschaft.

        Neben großen Bäumen und Gebüschen wachsen viele kleinere Pflanzen. Tännelkraut, verschiedene Binsenarten, Sumpfvergissmeinnicht, Dürrwurz und Ochsenauge sehen allerdings nicht alle Wanderer.

 
Schneeglöckchen sind die ersten Frühlingsboten in den Buchen- und Eichenwäldern des Riedellandes.
Bild: Stieding
 

Wald bei Effeld.
Bild: Stieding

 
Ein Fliegenpilz - schön anzusehen aber vom Verzehr ist abzuraten.
Bild: Stieding