Das Dorf - seine Geschichte und Besonderheiten
 
Luftbilder von Effeld und
seiner Umgebung

(Aus dem Jahr 1944, zur Verfügung gestellt von Dirk Rütten)
       
        Effeld und seine Umgebung wurden schon vor Jahrtausenden besiedelt. Günstig an mehreren Bächen gelegen, inmitten großer wildreicher Wälder, bot die Rurniederung den Menschen der Jungsteinzeit alles, was sie benötigten. Urnen- und Hügelgräber in den umgebenden Wäldern legen dafür heute noch Zeugnis ab.

        Um das Jahr 100 vor Christus wurde dieses Gebiet nach langen Auseinandersetzungen mit germanischen Stämmen von Römern und ihren Verbündeten erobert und besiedelt. Römische Heerstraßen erschlossen die Region, viele Gutshöfe entstanden.

        Für die Zeit nach dem Zerfall des römischen Reiches (um 400 n. Chr.) bis zum Jahr 1000 gibt es kaum schriftliche Zeugnisse. Erst mit der Entstehung des fränkischen Reiches tauchen Effeld und Umgebung in der Überlieferung auf.

        Es gibt allerdings einige bedeutende Bauwerke aus dem sogenannten "Dunklen Zeitalter". Rittergüter entstanden und mit ihnen "Motten". Bei diesen handelt es sich um Erdaufschüttungen, die mit Holzpalisaden und -türmen bewehrt waren. Hier suchte die Bevölkerung im Falle eines Angriffs Zuflucht. Circa fünf Kilometer von Effeld entfernt zeugen der Birgelener "Hoverberg" und der Wassenberger Burgberg von dieser Zeit. Nur wenige Kilometer entfernt findet man die größte und am besten erhaltene Motte des Niederrheins, den "Alde Berg" bei Dalheim-Rödgen.
        Der Name Effeld wird zum ersten Mal erwähnt im Zusammenhang mit dem "Weiler" Steinkirchen und seiner namengebenden "steinernen" Kirche. Bis in die Mitte des 20. Jahrhundert hinein war dieses Gebäude auch für Effeld die Pfarrkirche und noch heute bilden beide Ortschaften eine Pfarrgemeinde.
        In den Zeiten des Feudalismus prägten sich Adelstrukturen aus. Von 1692 an gehörte Effeld zur Herrschaft Neuerburg. Bei der um das Jahr 1549 erbauten "Neueburg" handelt es sich um eine mehrteilige bewehrte Anlage, etwas außerhalb des heutigen Dorfgebietes. Sie verfiel im 18. Jahrhundert und wurde um 1809 abgerissen.
       Am westlichen Dorfrand findet man das Wasserschloß "Haus Effeld", seit 1899 im Privatbesitz der Familie von Blanckart.
        Stürmische Zeiten bescherten das Mittelalter und die Neuzeit den Menschen dieser Region: Durchzug von Söldnerheeren während der niederländischen Befreiungskriege, Kämpfe zwischen lokalen Machthabern, Besetzung durch französiche Truppen und schließlich Einverleibung ins preußische Königreich.
        Der Erste Weltkrieg löste erneut Hungerjahre aus, ein wenig gemildert durch den Butter- und Kaffeeschmuggel aus den neutralen Niederlanden.

alle Bilder, Quelle: Korsten
        Der Zweite Weltkrieg richtete große Verheerungen an. Zwischen Herbst 1944 und Januar 1945 bildete das Gebiet beiderseits der Rur die Frontlinie zwischen den deutschen und alliierten Armeen. Städte und Dörfer der Region versanken in Schutt und Asche. Evakuierung und Internierung entvölkerten die Ortschaften.
Luftbilder von Effeld und Steinkirchen
(Aus dem Jahr 1944, zur Verfügung gestellt von Dirk Rütten)

        Nach dem Krieg ging es an den Wiederaufbau. Die alten Strukturen des Bauern- und Tagelöhnerdorfes Effeld veränderten sich. Heute gibt es, am Rande des Ortes, nur noch einen voll bewirtschafteten Bauernhof. Um zu arbeiten pendelt der größte Teil der Bevölkerung in die umliegenden Städte. Überwiegend in der Freizeit widmeten sich die Bewohner der Verschönerung des Ortsbildes.

        Mit seinen Aktivitäten hatte das etwas über 1000 Einwohner große Dorf Erfolg: Effeld gewann regelmäßig beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Kreisebene die Goldauszeichnung. Auf Landesebene errang Effeld 1997 ebenfalls Gold. Beim Bundeswettbewerb 1998 wurde das Dorf durch eine Bronzemedaille belohnt.

        Zur Geschichte der Effelds und Steinkirchens sowie der Umgebung hat Heribert Cremers aus Effeld viele Dokumente gesammelt, die nun im Internet veröffentlicht sind.

(Diese Seiten öffnen in einem eigenen Browserfenster, die Effelder Site bleibt also dahinter erhalten).

        Falls Sie mehr über Wassenberg sowie die umliegenden Gemeinden und Städte wissen möchten, besuchen Sie bitte die entsprechenden Internetseiten

der Stadt Wassenberg:
www.wassenberg.de
des Stadtteils Birgelen:
www.birgelen.de

des Stadtteils Orsbeck:
www.orsbeck.de


des Kreises Heinsberg:
www.kreis-heinsberg.de

des Heinsberger Tourist-Service:
www.hts-info.de

oder des VVV Roermond in den Niederlanden:
www.roermond.com

Im Wassenberger Rathaus erhalten Sie ferner ein informatives und reich bebildertes Buch von Prof. Dr. Heribert Heinrichs, in dem auf über 500 Seiten die Geschichte dieser Region und der Stadt beschrieben wird.
Erschienen ist es in der B. Kühlen Verlags-GmbH & Co. KG und hat die ISBN 3-87448-130-1.

 

 
Luftbilder von Effeld und Steinkirchen
(Aus dem Jahr 1944, zur Verfügung gestellt von Dirk Rütten)